Während der Schwangerschaft auf Diabetes testen lassen

30. August 2013 | Von | Kategorie: Ratgeber

Man spricht von Schwangerschaftsdiabetes, wenn bei der werdenden Mutter ein erhöhter Blutzuckerspiegel vorliegt. Bis zu fünf Prozent der Schwangeren in Deutschland bekommen circa ab dem siebten Schwangerschaftsmonat eine solche Gestationsdiabetes. Grund dafür sind Schwangerschaftshormone, deren Anstieg während der Schwangerschaft zur verringerten Wirkung des Hormons Insulin führt, welches den Blutzucker senkt. Erhöht die Bauchspeicheldrüse nicht ihre Insulinproduktion, kommt es zum Anstieg des Blutzuckerwertes.

Gefahren für das Baby

schwangerschaftsdiabetesOft fühlen sich Schwangere zunächst beschwerdefrei. Doch können bei einer vorliegenden Schwangerschaftsdiabetes Harnwegsinfekte, eine erhöhte Fruchtwasserzunahme, Bluthochdruck bei der Schwangeren und Entwicklungsstörungen des Babys auftreten. Vor allem für das Baby kann es gefährlich werden, da das Risiko von Komplikationen während der Geburt steigt. Auch besteht für die Schwangere die Gefahr, an sogenannter Präeklampsie, einer Schwangerschaftsvergiftung, zu erkranken, die unbehandelt Mutter und Baby schädigen kann. Besonders Frauen mit starkem Übergewicht und mit Diabetikern in der Familie sowie Spätgebärende und Mütter mit Kindern, die ein hohes Geburtsgewicht vorwiesen, gehören zur Risikogruppe. Daher ist es hilfreich, Risikofaktoren bereits zu Beginn der Schwangerschaft mit dem Frauenarzt abzuklären.

Untersuchung und Test

Der Glukosebelastungstest zur Diagnose von Schwangerschaftsdiabetes ist ungefährlich und kann ab dem sechsten Schwangerschaftsmonat durchgeführt werden. Zudem übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten dafür. Ist der Blutzuckerwert bereits beim Vortest erhöht, erfolgt ein genauerer Test. Über zwei Blutuntersuchungen, zunächst nüchtern und nach dem Trinken einer Zuckerlösung, wird der Blutzuckergehalt gemessen. Liegt dieser über dem Richtwert, spricht man von Schwangerschaftsdiabetes.

Vorbeugung und Behandlung

Bereits mit einer bewussten Ernährungsumstellung kann sich der erhöhte Blutzuckerwert normalisieren. Damit sinkt das Risiko an Folgeschäden und Schwangerschaft sowie Geburt können normal verlaufen. Reicht eine Umstellung der Ernährung nicht aus, wird der Blutzuckerspiegel durch eine Insulintherapie normalisiert. Über Risiken und Vorbeugung von Schwangerschaftsdiabetes können sich Schwangere auch hier informieren.

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