Neue Therapieansätze bei Diabetes

12. März 2014 | Von | Kategorie: Behandlungsmethoden

Eine neue Therapie verspricht Abhilfe bei Diabetes Typ1. Gemeint ist die Inselzell-Transplantation, aber auch eine künstliche Bauchspeicheldrüse sowie „Bio-Reaktoren“ können Abhilfe verschaffen.
Personen, welche Diabetes Typ1 haben, müssen mehrmals am Tag ihren Blutzucker berechnen, Insulin injizieren sowie ihre Mahlzeiten genaustens berechnen. Spezialisten versuchen mit unkonventionellen Therapieverfahren neue Lösungen gegen Diabetes Typ1 zu finden.

Bauchspeicheldrüsentransplantation

Im Bereich Diabetes wird stetig geforscht.

Im Bereich Diabetes wird stetig geforscht.

Ob die neue Therapie wie z.B. eine neue Bauchspeicheldrüse von Erfolg gekrönt ist, hängt vom einzelnen Menschen ab. Bei wenigen Personen, deren Blutzuckerspiegel auch mit medikamentöser Behandlung schwer einzustellen ist, verspricht eine Bauchspeicheldrüsen- oder Inselzell-Organverpflanzung die Lösung. Das ist im Augenblick die einzige Therapie, die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse durch insulinproduzierende und funktionsfähige Zellen ersetzt. Dresdner Forscher analysieren derzeitig, wodurch sich die Lebensdauer sowie die Leistung der verpflanzten Zellen optimal steigern lässt. Hannoversche Diabetologen haben zusammen mit einer weltweiten Arbeitsgruppe, eine künstliche Bauchspeicheldrüse erfunden. Die Apparatur misst selbstständig den Blutzucker und liefert über eine Insulinpumpe die optimale Dosis an Insulin ab.

Bio-Reaktor

Eine andere Therapie lässt genauso hoffen. Sie wird als „Bio-Reaktor“ bezeichnet, besteht aus einer sogenannten kleinen Dose, die mit Insulin erzeugenden Zellen ausgestattet ist. Die Therapieform „Bio-Reaktor“ könnte zukünftig bei Menschen mit Diabetes Typ1 die Produktion von Insulin imitieren.

Glukosemonitoring

Sehr vielversprechend ist auch die neue, folgende Therapie: Hochmoderne Technologien machen es heutzutage möglich, den Blutzuckerspiegel in sehr kurzen Zeitspannen zu berechnen und hierdurch ein fast regelmäßiges Glukosemonitoring zu erzielen. Das bedeutet, dass der Blutzuckerspiegel durch eine Sensornadel, die unter der Haut eingeführt wird, gemessen wird. Der Zuckerspiegel wird genaustens durch die Gewebsflüssigkeit bestimmt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen diese Therapie nur in gut belegbaren Einzelfällen. Bis zum heutigen Tage gab es keine aussagekräftige, akademische Studie, welche die medizinische Zweckmäßigkeit des regelmäßigen Glukosemonitorings belegt.

Alternative Therapie

Nateglinide sowie Repaglinide sind die allerneusten Vertreter der Substanzklassen von Insulin fördernden Mitteln, welche in Deutschland seit kurzen Zeit im Handel zu erhalten sind. Glinide fördern die körpereigene Insulinproduktion, indem sie Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse aktiviert, dass körpereigene Insulin abzusondern. Durch die verstärkte Insulinausschüttung wird die Glukose aus dem Nahrungsbrei wieder verwertet. Die Freisetzung des Insulins erfolgt viel schneller und weniger langanhaltend, als wie bei den Sulfonylharnstoff und passt sich haargenau der Blutzuckerhöhe an. So sinkt nach der Nahrungsaufnahme der Blutzuckerspiegel sowie der HbA1c-Wert.

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