Erhörtes Diabetes-Risiko bei Depressionen

19. März 2014 | Von | Kategorie: Wissenswertes

In den vergangenen Jahren haben einige Studien einen gewissen Zusammenhang zwischen Diabetes und Depression festgestellt. Experten sind sich nicht sicher, wie genau es zu einer Verbindung kommt, aber eine Mischung aus biologischen und verhaltensbedingten Faktoren scheint dazu beizutragen, dass das Diabetes-Risiko bei Depressionen erhöht wird. Zu den häufigsten Faktoren, die dazu beitragen können, dass Personen mit Depressionen anfälliger für Diabetes sind, gehören:

  • Das Stresshormon Cortisol
  • Ungesunder Lebensstil
  • Hoher Body-Mass-Index
  • Schlechte Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten, die als Folge von Depressionen entstehen können und das Diabetes-Risiko erhöhen
Bei Depressionen sollte besonders auf die körperliche Verfassung geachtet werden.

Bei Depressionen sollte besonders auf die körperliche Verfassung geachtet werden.

Cortisol

Cortisol, welches auch als das Stresshormon bekannt ist, kann den Glukosestoffwechsel im Blut und die Insulinempfindlichkeit wesentlich beeinflussen. Menschen, die an Depressionen leiden haben oft einen hohen Cortisol-Spiegel, welcher ebenfalls mit erhöhten Fettablagerungen im Abdomen in Verbindung gebracht wird und das wiederum ist ein großer Risikofaktor für Typ 2-Diabetes. Ein ungesunde Lebensweise kann auch dazu beitragen, dass Depressionen mit einem erhöhten Diabetes-Risiko assoziiert werden. Wenn Menschen depressiv sind, haben sie oft wenig Energie oder Motivation um körperlich aktiv zu sein, oder eine gesunde Ernährung zu verfolgen. Rauchen und andere ungesunde und destruktive Verhaltensweisen erhöhen das Risiko, dass sich Diabetes bei depressiven Menschen entwickeln kann.

Der Zusammenhang von Stress und einen hohen Diabetes-Risiko

Während bestimmte Faktoren wie körperliche Aktivitäten und ein hoher Body-Mass-Index teilweise den Zusammenhang zwischen Depressionen und Diabetes erklären können, eine direkte und vollständige Verbindung gibt es bislang nicht. Viele Experten sind der Meinung, dass Stress eines der Hauptursachen ist, um Depressionen mit Diabetes verbinden zu können. Diese Verbindung beruht zum Teil auf den Auswirkungen, welche Strass auf die Hormone im Körper haben. Stressbedingte Situationen erhöhen die Produktion von Cortisol und Adrenalin, um die Energielevel im Körper zu erhöhen. Das geschieht, indem der Blutzuckerspiegel vorübergehend erhöht wird. Es wird allgemein angenommen dass Stress für den Menschen sehr schädlich, sowohl psychisch als auch körperlichen. Dieses wird vor allem dann bestätigt, wenn Stress zu einer Reihe von gesundheitlichen Problemen führen kann, einschließlich Diabetes. Wenn eine Person sehr hohem Stress ausgesetzt ist, können die Hormone in seinem Körper einen Anstieg des Blutzuckers verursachen. Dies ist eine Reaktion des Körpers um sich für die zusätzlichen Belastungen vorzubereiten, die durch Stress verursacht werden. Bei lang anhaltenden Stresssituationen kann der Körper diesen Zuckeranstieg nicht richtig kontrollieren, was zu sehr hohen Blutzuckerpegeln führen kann, und diese erhöhen das Diabetes-Risiko. So kann der Stresspegel einer Person die an Depressionen leidet konsequent hoch bleiben. Als Folge davon kann der Körper Schwierigkeiten haben diesen hohen Blutzucker zu regulieren und die Gefahr besteht, dass sich Diabetes entwickeln kann.

Fazit

Diejenigen, die an Depressionen leiden kennen einem hohen Diabetes-Risiko ausgesetzt sein, und sollten auf klassische Anzeichen und Symptome von Diabetes achten. Diese sind unter anderem extreme Müdigkeit, unersättlicher Hunger, erhöhter Durst, drastische Gewichtsabnahme, häufiges Urinieren und verschwommenes Sehvermögen. Diabetes ist eine Kondition die, wenn sie frühzeitig erkannt wird, gut kontrolliert werden kann. Aber sie kann auch tödlich sein, wenn sie unbehandelt bleibt.

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