Das Buchinger Heilfasten

31. Januar 2014 | Von | Kategorie: Tipp

Heilfasten nach Buchinger ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode. Es wird idealerweise von speziell ausgebildetem medizinischem Personal begleitet und überwacht. Das Heilfasten beginnt mit einer ärztlichen Untersuchung. Liegen keine medizinischen Gründe vor, die gegen das Fasten sprechen, erschließt sich mit dieser Methode für die Patienten eine Möglichkeit aktiver Gestaltung der Selbstheilung durch Bewegung und bewusste Ernährung. Die Methode ist gut verträglich und kann regelmäßig wiederholt werden.

Das Heilfasten nach Buchinger besteht aus drei Phasen

  • Die erste Phase ist die Darmreinigung
    Sie dauert einen Tag. Ziel ist es, den Darm, insbesondere den Dickdarm, von allen Rückständen zu befreien. Gewöhnlich wird dies mit dem Trinken von Glaubersalzlösung mit Zitrone erreicht. Aber bei Unverträglichkeit können auch andere Abführmittel verwendet werden. Unterstützt wird dieser Vorgang durch Einläufe, falls nötig und/ oder erwünscht. Je eher der Darm gereinigt ist, desto eher lässt das Hungergefühl nach.
  • Phase2 ist das eigentliche Fasten, welches maximal vier Wochen dauern darf
    In dieser Zeit wird ausschließlich Flüssignahrung zu sich genommen. Sehr viel Mineralwasser, leicht mit Honig gesüßte Tees und einmal täglich eine Gemüsebrühe ohne Feststoffe. Es werden dem Körper in der Fastenzeit also Kalorien, wenn auch sehr wenige, und über den Honig und die Brühe bestimmte Mineralstoffe zugeführt. Bei einem betreuten Heilfasten wird sehr viel Wert auf begleitende Bewegungsprogramme und Ernährungsberatung gelegt.

    Heilfasten nach Buchinger bedeutet viel Trinken

    Heilfasten nach Buchinger bedeutet viel Trinken

  • Phase 3 ist die Wiederaufbauzeit nach dem Heilfasten
    Beginnend mit dem Fastenbrechen, welches aus zwei Äpfeln am Vor- und am Nachmittag, sowie einer speziellen Gemüse-Kartoffelsuppe am Abend besteht.

Die Wirkung von Heilfasten bei Diabetes mellitus Typ 2 und metabolischem Syndrom

Das Heilfasten nach Buchinger ist der ideale Einstieg für eine Änderung der Lebensweise bei diagnostiziertem Diabetes mellitus Typ 2. Die Reinigung des Darms zu Beginn des Heilfastens und der Verzicht auf feste Nahrung über einer längeren Zeitraum führen den Patienten aus der sogenannten „Insulinfalle“, d.h., der Appetit auf kohlehydratreiche Nahrung wird unterbrochen, die Änderung der Lebensweise nach der Kur wird erleichtert. Die bereits erzielten Erfolge, wie etwa die Gewichtsabnahme und Normalisierung der körpereigenen Insulinproduktion, motivieren den Patienten sein Ess- und Bewegungsverhalten dauerhaft gesünder zu gestalten. Die Nebenwirkungen von stark erhöhtem Insulinspiegel, wie etwa Stoffwechselentgleisungen, Fettstoffwechselstörungen und erhöhter Blutdruck gehen zurück.

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